Rominger: Gut gespielt, schlecht geputtet

image description
Mit einer soliden Par-Runde startete die einzige Schweizerin in die Finalrunden des Deutsche Bank Ladies' Swiss Open. Caroline Rominger liegt damit auf Rang 33. Angeführt wird das Feld von zwei Aussenseiterinnen.
 

Das zusätzliche Driver-Training vom Freitagabend hat sich für die Bündnerin Caroline Rominger schon bezahlt gemacht. „Ich habe schon fast langweilig gespielt, 17 von 18 Grüns in Regulation erreicht und bin nur mit dem Resultat nicht ganz zufrieden“, fasst sie ihre dritte Runde in Losone zusammen. Zwei Birdies und zwei Bogeys, der Rest in Par. Eigentlich sei es spielerisch ihre bisher beste Runde gewesen. „Ich habe aber zu viele Birdie-Chancen nicht genutzt“, stellt sie selbstkritisch fest.

Gleich spielen, besser putten
Sie fühle sich von Freunden, Bekannten und den Zuschauern zusätzlich motiviert. Ein konkretes Ziel für den Finaltag vom Sonntag hat sie sich aber nicht gesetzt. „Ich will gleich spielen, einfach besser putten“, fasst sie zusammen.
Ein Saisonziel habe sie mit der Top 10 Platzierung in der Slowakei schon erreicht, nun ist sie auf guten Weg auch ihr Hauptziel - die Top 80 der Ladies Tour - zu attackieren. Sie habe Anfang Saison relativ viele Sachen umgestellt, spiele unter anderem mit neuen Eisen und diese Umstellung machen sich nun offenbar bezahlt, erläutert Rominger die klare Steigerung gegenüber dem Saisonanfang. „Ich hatte vorher schon einzelne gute Runden, nun werde ich hoffentlich konstanter. Dabei helfe es, wenn man aufhöre zu Denken und „einfach nur Golf spiele“. Genau das, hat sie sich auch für die Schlussrunde von Sonntag vorgenommen.
Auch wenn die einzige Schweizerin wohl kaum um den Gesamtsieg mitspielen kann, ein Spitzenrang im starken Feld der letzten 63 liegt immer noch drin.
 
Für die Schlussrunde des Deutsche Bank Ladies' Swiss Open könnte die Affiche kaum attraktiver sein. Die australische Aussenseiterin Rebecca Artis behauptete lange die alleinige Führung.
Wer vermutet hatte, die erst 23-jährige, auf der Ladies European Tour noch wenig erfahrene Rebecca Artis würde nach ihrer formidablen Auftaktrunde (64 Schläge, 8 unter Par) zurückfallen, lag falsch. Die Golferin aus dem 2500-Seelen-Städtchen Coonabarabran nordwestlich von Sydney kämpfte sich durch eine lebendige Runde mit fünf Birdies und vier Bogeys; damit konnte sie sich die namhafte Konkurrenz am Freitag um zwei und mehr Schläge vom Leib halten.

Amerikanerin holt auf 
Am Samstag erhielt sie ersthafte Konkurrenz von der jungen Amerikanerin Jessica Yadloczky. Sie spielte auf den Frontnine gleich fünf unter Par und musste sich nur gerade auf der Bahn 16 ein Bogey notieren lassen. Dank der sensationellen 65er Runde liegt sie nun mit total 205 Schlägen gemeinsam mit Artis an der Spitze. Dabei benötigte sie am Samstag deutlich weniger Glück als am Donnerstag, wo sie bei der Bahn 12 (Par 4) gleich mit dem zweiten Schlag eingelocht hatte.
Nur ein Schlag dahinter lauert die Südafrikanerin Ashleigh Simon. Die 23-jährige rollte das Feld von hinten auf. Bei den Löchern fünf bis acht spielte sie ein Birdie nach dem anderen. Bei den zweiten Neun waren es “nur” noch zwei Birdies, aber die fehlerfreie Runde brachte sie gleich vom 15. auf den ersten Zwischenrang.

Davies immer stärker
Für Spannung vor dem Finale vom Sonntag ist gesorgt. Schliesslich hat sich auch noch die “grosse Dame” Laura Davies weit nach vorne geschossen. Nach gewohnt eher verhaltenem Start, notierte sie sich heute eine 66er Runde und lauert auf dem fünften Rang. Gut möglich, dass sie wie in München am Sonntag nochmals klar zulegt und wieder ins Titelrennen eingreift.

Livescoring 

Deutsche Bank Ladies" Swiss Open - Impressionen aktuell